Keine Cabrios in Asien
Es gibt in Asien einfach keine Cabrios. Jedenfalls habe ich jetzt schon einige Metropolen des Kontinents besucht und nicht ein einziges Exemplar gesehen.
Das liegt auf jeden Fall nicht daran, dass sich hier keiner so was leisten kann, es gibt schon genug Luxusautos auf den Straßen Pekings, Bangkoks und Kuala Lumpurs.
Vermutlich ist der Grund dafür einfach die starke Luftverschmutzung und die extreme Hitze. Während sich in Westeuropas vergleichsweise extrem sauberen Städten die Leute über die wenigen Tagen freuen, in denen man gutes Wetter im Cabrio voll genießen kann, bevorzugt man es hier wohl, sich durch Klimaanlage und Luftfilterung im Stau einigermaßen von der Umgebungsluft abschotten zu können. Verständlich.
Alles was ich bisher in Europa an schlechter Luft gesehen habe (in Athen war ich allerdings noch nicht, was wohl auch schlimm sein soll), wird hier von jeder halbwegs großen Stadt locker in den Schatten gestellt.
Ich vermute mal, das liegt auch zu einem nicht unbeträchtlichen Teil an veralteter Technik, die hier aus kostengründen immernoch gebaut und auch gern gekauft wird: Ordentliche Katalysatoren kosten Geld, das man hier in Namen des “Fortschritts” gern spart. Während in Peking wohl im wesentlichen die riesige Massen an doch relativ modernen und sauberen Fahrzeugen den Smog verursacht hat, sind in Bangkok z.B. tausende Zweitakt-Motorradtaxis (“Tuktuks”) unterwegs, die einen grauenhaften Gestank und zudem höllischen Krach verursachen.
Thomas Promny bei Google+ folgen





11. Februar 2006 um 21:03
Nachtrag: In Singapur haben wir dann doch noch einige gesehen. Dort war aber auch die Luft deutlich sauberer.