Neid auf StudiVZ
Das Gemecker an StudiVZ in den letzten Wochen ist ja schon in den Blogs groß gewesen, weitet sich jetzt aber auch aus auf die professionellen Medien aus. Wirklich erstaunlich. Langsam habe ich das Gefühl, das hier mit Gewalt ein Projekt totgemeckert wird, dass das so nicht verdient hat.
Technisch ist die Plattform nicht gut gemacht, das ist wohl unbestreitbar. Besonders angesichts der finanziellen Mittel, die die Firma hat, ist das schwer verzeihlich.
Ehssan Dariani hat ein paar blöde Fehler gemacht, aber er ist ziemlich jung und macht das zum ersten Mal. Und selbst wenn er ein verachtenswerter Zeitgenosse sein sollte, muss man deswegen noch immer nicht das ganze StudiVZ Projekt mit ihm über einen Kamm scheren.
Dass einige User auf so einer riesigen Plattform auch mal Mist machen und die Redaktion das nicht immer sofort unterbinden kann, ist bei der unüberschaubaren Aktivität absolut verzeihlich.
Andererseits ist StudiVZ extrem erfolgreich. Kein Social Network in Deutschland ist je so schnell gewachsen. Eine gute geklaute Idee ist immernoch viel besser als eine schlecht selbst ausgedachte.
Die Gründer werden – sofern das Projekt nicht doch totgemeckert wird, was ich aber nicht erwarte – bald mit ziemlich vollen Taschen nach Hause gehen.
Auch wenn mir das jetzt Blogger-Gemecker einbringt: Für mich ist sehr viel Neid in dieser Debatte. So viele Halb-Profi-Blogger (die ich im übrigen teilweise sehr schätze), machen super Arbeit, verdienen damit aber kaum Geld.
Und nun kommen ein paar dahergelaufene mit einer einfachen Idee und ein bisschen VC und räumen so richtig ab. Da kann man schon auch mal neidisch sein.
Thomas Promny bei Google+ folgen





8. Dezember 2006 um 20:03
das gemecker ist doch mittlerweile zu einer deutschen grundeigenschaft geworden. um solch eine sache mal selbst in angriff zu nehmen, ganz ehrlich, da fehlen den meisten doch noch die hummeln im arsch.
meiner meinung nach ist es einer der bekanntesten probleme wenn etwas für den user komplett kostenlos ist. die leute gewöhnen sich dran und erwarten natürlich auch den bekannten service 24h/7tage die woche. sobald jedoch was nicht klappen sollte sprengen sie alle mit ihren “nichtszugebrauchenden kommentaren” den rahmen und vergessen dabei wieviel arbeit eigentlich in so einem projekt steckt.
anscheinen fehlt vielen leuten die “gabe” von a nach b bis c zu denken…
10. Dezember 2006 um 21:07
“Enten legen ihre Eier in Stille. Hühner gackern dabei wie verrückt. Was ist die Folge? Alle Welt ißt Hühnereier.”
Zitat: Henry Ford
18. Dezember 2006 um 22:12
Enten schmecken aber auch nicht schlecht!
22. Dezember 2006 um 22:47
Einen der ersten Sätze die ich in Deutschland gelernt habe war: “die anderen sind schuld.” Nacher will es keiner gewesen sein. Ich sehe das wie Thomas.
Lieber schlecht gestartet als perfekt gezögert.
5. Januar 2007 um 17:29
Da hast du aber viel Weitsicht bewiesen, als du das damals mit den vollen Taschen geschrieben hast, Thomas
5. Januar 2007 um 17:41
So viel Weitsicht brauchte man dazu ja nicht mehr.
17. Januar 2007 um 22:53
[...] Noch mal zum Thema StudiVZ: Ich hab’s gesagt, direkt nachdem der Deal bekannt wurde. Es werden dutzende neuer derartiger Communities aus dem Boden sprießen. [...]
26. Februar 2007 um 17:08
Ich finde da geht im Moment eine traurige neue Euphorie um, dauernd rufen bei uns Studenten an mit “revolutionären” Business Ideen, die Sie mit einer reinen Beteiligung von ums umgesetzt kriegen wollen. StudiVZ war eine Ausnahme und ein dumme dazu, nicht jede Webseite die man aufzieht wird in 3 Jahren für Millionen verkauft werden.
28. Januar 2008 um 21:56
[...] einer Vorhersage zum Thema StudiVZ richtig gelegen habe in der Vergangenheit, damals zum Thema des baldigen Verkaufs, werde ich jetzt noch mal einen Tipp abgeben: StudiVZ wird das Rennen gegen Facebook verlieren. Bis [...]