AFP mit fragwürdigen Geschäftspraktiken


Die französische Nachrichtenagentur AFP erregt derzeit Aufmerksamkeit durch Abmahnungen an Webseitenbetreiber, die ihre Inhalte unerlaubt benutzen.

Wir hatten dagegen bis vor einiger Zeit ein Online-Newsportal, für das wir von der AFP deren Content eingekauft haben. Dieses ist mittlerweile eingestellt. Dennoch schwelt noch immer ein Rechtsstreit in diesem Zusammenhang: AFP hatte über den Standard-Newsfeed ein Bild geliefert, für das wir als Betreiber des Newsportals, und vermutlich genauso auch viele andere AFP-Kunden, abgemahnt wurden.

Nun sollte man meinen, AFP muss natürlich dafür gerade stehen. Weit gefehlt. Die Agentur weigert sich vehement, sich vor ihre Kunden zu stellen. Somit wird uns zunächst nichts weiter übrig bleiben, als uns tatsächlich wegen des Bildes verklagen zu lassen, und den Schaden dann an die AFP weiter zu reichen.
Was dabei raus kommt, steht noch in den Sternen.

Davon, dass Nachrichtenagenturen in der heutigen Zeit ihre Kunden binden und gut behandeln müssten, weil ihre Geschäftsmodelle gefährdet sind, ist wenig zu spüren.





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Ein Kommentar zu “AFP mit fragwürdigen Geschäftspraktiken”

  1. Oldware
    8. August 2009 um 12:15

    Seit Februar 2008 betreibe ich ein Webportal(Blog) mit verschiedenen kostenlosen Content für meine User, unter anderem auch ein Nachrichtenblog. Die eingestellten News waren von unterschiedlichen Onlineanbietern. Die News wurden jeweils mit einem Quellhinweis und einem Link versehen. Die Originalnews hatten niemals (bis heute) keinerlei Hinweis auf irgend einen Copyright einer Presseagentur. Meine Webseite diente mir lediglich als Hobby bzw. Beschäftigungstherapie (bin leider seit Anfang 2008 Krebskrank.
    Im April 2009 erhielt ich Post von AFP über einen Anwalt aus Hamburg. Hierin wird mir Urheberrechtsverletzungen in 19 Fällen (alle aus Mai 2008 !) vorgeworfen. Man verlangt Schadensersatz von insgesamt Euro 7200,00. Gleichzeitig macht man mir den Vorschlag im selben Schreiben einen Lizenzvertrag mit AFP zu schliessen um obige Kosten deutlich reduzieren zu können.
    Mein Anwalt reagierte sofort mit dem Hinweis das auf meiner Webseite nicht ersichtlich ist, das irgend welche Rechte der AFP tangiert wurden und erbat weitere Informationen welche Rechte beansprucht werden und hier über Nachweise zu erbringen. Dieses Schreiben wurde nie beantwortet. Vor zwei Wochen erhielt ich (nicht mein Anwalt) ein Schreiben des Anwalts aus Hamburg mit folgendem Hinweis “Wir nehmen Bezug auf unsere Abmahnung an Sie, auf die Sie leider nicht reagiert haben. Wir geben Ihnen hiermit Gelegenheit innerhalb einer Woche die verlangte Unterlassungs- und Verpflichtungserklärung abzugeben und Schadensersatzansprüche und Kosten zu begleichen. Sollte die Gesamtsumme sowie die Unterlassungserklärung hier nicht eingehen wird meine Mandantin Klage erheben”.
    Das Schreiben kam wärend meines Urlaubs hier an und ich konnte nicht sofort reagieren. Ich hatte dieses dann sofort an meinen Anwalt weiter geleitet, reagieren konnte dieser aber auch nicht mehr, weil er einen Tag später auch Post aus Hamburg erhielt mit folgendem Text “anliegendes Schreiben ist versehentlich direkt an Ihren Mandanten verschickt worden. Dies war sicherlich keine Absicht. Da keine Reaktion erfolgte ist heute Klage erhoben worden”.

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