Gründungsideen: Neue Zahlungsarten


Ein weiterer Artikel zum Thema Gründungsideen von ycombinator:

Neue Zahlungsarten. Ganz sicher gibt es Dinge, deren Wachstum dadurch gehemmt wird, dass es keine Möglichkeit gibt, Zahlungen für sie abzuwickeln. Und die Leute, die diese Zahlungslösungen betreiben könnnten, sehen nicht, wie viel Bedarf es dafür gäbe, weil das Wachstum zurückgehalten wird. Also hat wohl jede neue Zahlungsart, die in irgendeiner Situation einfacher ist, am Ende einen viel größeren Markt als die Investoren gedacht haben. Dazu muss man sich nur PayPal ansehen. Warnung: Regulierte Branche.

Auch ein Thema, in dem ich schon mal Erfahrungen gesammelt habe. Mit Picopay haben wir zufällig genau das versucht: Eine Micropayment-Zahlungsart für Content zu etablieren, für den es sonst keine brauchbare Zahlungsart gibt. Wir haben allerdings ziemlich schnell wieder aufgegeben, weil die regulatorische Hürden für solche Themen in Deutschland danke der Bafin leider mittlerweile extrem hoch liegen.
Dennoch bin ich nach wie vor von dem Markt überzeugt: Es gibt heute keinen Markt für Contenthäppchen im Cent-Bereich. Das liegt aber nur zu einem kleinen Teil daran, dass Leute nicht bereit wären, Geld auszugeben, sondern dass die Nutzer sich für solche kleinen Beträge nicht langwierig registrieren und dann womöglich noch ein Guthabenkonto aufladen und 3 Tage warten, bis die Überweisung dort gutgeschrieben ist. So ein Micropayment müsste 1-Click sein, dann hätte es auch eine Chance.
Allerdings auch bemerkenswert zu dem Thema: Das Dilemma, dass besonders einfach zu nutzende Zahlungsarten bisher auch immer sehr schnell von Abzockern missbraucht wurden, insbesondere die Dialer dürften noch vielen ein Begriff sein. Wer das Thema löst, muss also wohl auch dafür eine Lösung finden: Wie schützt man das Payment gegen solchen Missbrauch und macht es trotzdem 1-Klick-einfach?

Die Geschichte von dem Markt, der mit den Angeboten wächst, beschränkt sich übrigens auch nicht nur auf das Payment-Thema. Das gibt es eigentlich überall. Momentan kann man es gut am iPad sehen. Den Markt dafür gab es, auch nicht, bevor es das funktionierende Produkt gab.

Weitere Artikel aus der Reihe finden sich hier: Gründungstipps.





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