Recruiting für Startups – heute: Abwerben


Startups brauchen immer irgendwelche Mitarbeiter. Und die besten sind eigentlich nie arbeitslos und bewerben sich ausgerechnet bei dir. Also bleibt dir nichts anderes übrig, als auch Leute anzusprechen, die in einem Job sind und zu versuchen, diese vom Wechsel zu überzeugen.
Über die moralische Komponente des Thema könnte man lange philosophieren. Natürlich ist es dem aktuellen Arbeitgeber der Abzuwerbenden gegenüber nicht besonders nett. Andererseits ist mir keine Firma bekannt, die ohne dieses Mittel im Recruiting auskommt.

Warum wechseln Leute die Firma?

Und das geht oftmals viel einfacher, als man denken sollte. Denn viele Menschen sind nicht besonders zufrieden mit ihren Jobs. Besonders in größeren, oder noch mehr in gerade groß werdenden Unternehmen, sind viele Mitarbeiter enttäuscht, dass der „Startup Spirit“ schwindet oder kürzlich Stechuhren und sonstige Konzernstrukturen und -prozesse eingeführt wurden.
Zudem gibt es auch oft Wechselbereitschaft bei Menschen, die zwar eigentlich im Job ganz zufrieden sind, aber ein offenes Ohr für neue Positionen haben, die sie vielleicht noch glücklicher machen. Je nach Typ, ist oftmals Geld ein wichtiger Faktor für den Wechsel, aber genauso kann eine spannende Aufgabe der ausschlaggebende Faktor sein.

Wie findet man gute potenzielle Mitarbeiter?

Zunächst mal sollten im eigenen Adressbuch des Startup-Unternehmers immer potenzielle Mitarbeiter vorhanden sein. Leute, die man schon kennt, sind auch am einfachsten zu fragen, ob sie vielleicht Lust auf einen Jobwechsel hätten.
Wenn man keine passende Person im Adressbuch findet, kann und sollte man im nächsten Schritt viel Zeit bei XING verbringen. Dort kann man ziemlich schön gezielt nach bestimmten Fähigkeiten, Interessen oder Arbeitsplätzen suchen.

Facebook Arbeitgeber-Targeting

Facebook bietet für das Targeting seiner Anzeigen die Möglichkeit, nur Personen anzusprechen, die bei bestimmten Unternehmen arbeiten. Das lohnt sich nur ab einer bestimmten Größe, ist dann aber sehr interessant. Wenn man die Frage „Bei welchem größeren Unternehmen könnten Leute arbeiten, die ich haben will?“ beantworten kann, kann man das gut mal ausprobieren, sein Jobangebot in Facebook-Ads zu verpacken.

Wie hält man seine eigenen Mitarbeiter?

Eine Frage, die sich zwangsläufig aus dem Thema ergibt: Wie verhindert man, dass andere Firmen in den Reihen der eigenen Mitarbeiter wildern?
Man kann natürlich nicht verhindern, dass es versucht wird. Der beste Schutz ist, dafür zu sorgen, dass die Leute glücklich sind mit ihrem Job. Und wie man das schafft, ist noch mal ein ganz anderes Thema und sehr individuell.





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