Warum Email nach wie vor der Mittelpunkt meiner Kommunikation ist – und bleiben soll


Email wird ja seit mindestens 10 Jahren regelmäßig wieder für tot erklärt. Firmen errechnen, wie viel Zeit ihre Mitarbeiter mit Email-Kommunikation „verschwenden“ – berechnen die auch, wie viel Zeit sie am Telefon verbringen?

Email wird zu Unrecht verteufelt

Für mich und sehr viele andere effizient arbeitende Menschen ist asynchrone Kommunikation per Email die beste Basis der täglichen Business-Kommunikation.
Nur einige der wichtigsten Vorteile der Email:

  • funktioniert auf allen Geräten
  • kann zu beliebigen Tages- und Nachtzeiten bearbeiten werden
  • Empfänger kann frei entscheiden, ob und wann er sich damit beschäftigt
  • und vieles mehr

Natürlich gibt es trotzdem auch immer Situationen, in denen das Telefon oder das persönliche Gespräch der effizientere Weg ist.
Aber meiner Erfahrung nach dauert telefonieren in mindestens 90% der Fälle deutlich länger. Es ist dafür auch viel persönlicher und kuscheliger, alles unstrittig. Aber unter Effizienz-Gesichtspunkten nehme ich mir nur relativ selten die Zeit zum Telefonieren und schaffe dadurch viel mehr.

Wer Email nicht im Griff hat, der hat verloren

Der wichtigste Punkt für effizientes Abarbeiten von Emails ist aber folgender. Wer diesen nicht im Griff hat, verliert schnell die Kontrolle über die eingesetzten Kommunikationsmittel und wird vom Jäger zum Gejagten:

Ich kenne einige Menschen, die irgendwann aufgegeben haben, Emails zu lesen und/oder zu beantworten, weil das Volumen angeblich nicht mehr zu schaffen war. Zuerst führt das dazu, dass sie ihre Kommunikationspartner durch ihre Unzuverlässigkeit verärgern. Im zweiten Schritt wird es aber noch viel schlimmer:
Wenn sich die anderen nicht mehr darauf verlassen können, dass Emails gelesen werden, zwingt man Kollegen, Kunden, Geschäftspartner und Freunde zum ständigen Anrufen, um Feedback zu bekommen. Und dann haben sie erst Recht verloren und kommen vor lauter telefonieren überhaupt nicht mehr dazu, Emails zu checken.

Also – Email ist ein äußerst sinnvolles Kommunikationsmedium, wenn man richtig damit umgehen kann.
Ich nehme mir im Durchschnitt täglich mindestens 2 Stunden zum Lesen und Beantworten von Emails. Dabei beantworte ich viele auch sehr kurz und knapp.
Aber meine Kontakte wissen, dass ich zuverlässig auf Mails antworte und müssen deswegen nicht wegen jedem Kleinkram anrufen – das ist sehr wertvoll.





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3 Kommentare zu “Warum Email nach wie vor der Mittelpunkt meiner Kommunikation ist – und bleiben soll”

  1. Lumir Boureanu
    6. April 2014 um 05:47

    Mit den Argumenten, beschrieben in diesem Artikel, bin ich einverstanden. Trotzdem bin ich der Meinung, dass es effizientere und zeitgemäßere Kommunikationen gibt als Email.
    Natürlich wird mit der Alternative nicht das Telefonieren oder FaceToFace Kommunikation gemeint.

    Es gibt Unternehmen, die Email für die interne Kommunikation abgeschafft haben, oder gerade dabei sind. Letzte Woche hatte ich die Gelegenheit mit dem CEO so einer Firma (mit 70.0000 Mitarbeitern weltweit) zu reden.

    Das Email wurde durch eine Kombination von Communities (bekannt aus sozialen Medien), Content Management System und Instant Mesasaging/Remote Call Client ersetzt.

    Über die Vorteile und die ersten Erfahrungen werde ich in meinem Blog in den nächsten Tagen berichten.

    Schönen Sonntag wünsche ich!

  2. Heinz
    3. Dezember 2014 um 17:07

    Ich kann mich den Befürwortern von Email Verkehr nur anschließen. Wer für Emails lesen keine Zeit hat, hat ja dann für seine Post, Fax oder Telefonanrufe auch keine Zeit.
    Emails verkürzen die Zeit, was alleine mit dem Verbinden, den Begrüßungsfloskeln ect. bei Telefonanrufen an Zeit vergeht, oft mühsame Rückfragen fallen weg, gerade im technischen Bereich kann man ganz konkret vorher alle Details abklären und was ganz wichtig ist, man kann reagieren wann und wie und ob man will. Wichtig ist, daß man strukturiert arbeitet und genügend Ordner anlegt.

  3. Tim
    21. November 2016 um 09:37

    Inzwischen werden Stimmen in der neuen Generation laut, dass email out sei und das keiner mehr benutze. Aber die Wahrheit ist, dass die noch nie einen Job hatten 😀

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